Beispielprojekt, konstruiert
So läuft ein Projekt bei MST
Ein konstruiertes Projekt zeigt Ablauf, Beteiligte und jede Unterlage, die ein Kunde von uns in die Hand bekommt.
- 3
- rund 45
- 4
- 16 Wochen
Dieses Projekt gibt es nicht. Es ist aus typischen Situationen zusammengesetzt, damit wir zeigen können, was in einem Projekt passiert und was am Ende vorliegt. Alle Zahlen sind Beispielwerte. Reale, anonymisierte Projekte finden Sie unter Projekte.
Die Ausgangslage
Ein Produktionsbetrieb mit Verwaltung, drei Standorten und rund 45 Arbeitsplätzen. Die Infrastruktur ist über fünfzehn Jahre gewachsen. Vier Dienstleister betreuen jeweils einen Teil: einer das Netzwerk, einer die Server, einer die Telefonie, einer die Kassen und die Produktionssoftware.
Anlass sind zwei Server am Ende ihres Lebens, wiederkehrende Adresskonflikte und eine Telefonie, die bei jeder Internetstörung mit ausfällt. Die Geschäftsführung will nicht noch einen fünften Dienstleister, sondern jemanden, der das Ganze verantwortet.
- Produktionsbetrieb mit Verwaltung, fiktiv
- 3: Hauptstandort, Lager, Außenbüro
- rund 45
- 4, jeder für einen Teil
- Server am Lebensende, Adresskonflikte, Telefonie fällt bei Internetstörung aus
- Gesamtarchitektur, Umsetzung, Dokumentation, Betrieb
Zeitplan
Sechzehn Wochen von der ersten Begehung bis in den laufenden Betrieb. Die Umschaltung liegt in Woche zehn, alles davor passiert parallel zum Betrieb.
Ablauf in fünf Phasen
Was passiert, wer ist beteiligt, was liegt danach vor.
01
Verstehen
Was passiert
Erstgespräch mit der Geschäftsführung und mit den Personen, die täglich mit der Technik arbeiten. Nicht nur mit dem, der die Rechnung freigibt.
Begehung aller drei Standorte: Serverraum, Verteiler, Verkabelung, Arbeitsplätze, Stromversorgung.
Auslesen der Konfigurationen, Sichtung von Verträgen, Lizenzen und Zugängen. Gespräche mit den bisherigen Dienstleistern zur Übergabe.
Beteiligte
- Kunde
- Geschäftsführung, eine Ansprechperson je Standort
- MST
- Infrastructure Architect, Technik
- Dritte
- bisherige Dienstleister für die Übergabe
Ergebnis
Ein vollständiges Bild des Ist-Zustands, inklusive der Stellen, an denen niemand zuständig ist.
Unterlagen
02
Planen
Was passiert
Zielarchitektur in zwei Varianten, im Beispiel: Cluster am Hauptstandort mit Replikation ins Lager, oder zwei kleinere Umgebungen. Beide mit Kosten, Risiken und Konsequenzen für den Betrieb.
Entscheidung im Gespräch, nicht per E-Mail. Danach der Migrationsplan: Reihenfolge, Wartungsfenster, Rückfallebene je Schritt, wer wann informiert wird.
Bestellung der Komponenten erst nach der Entscheidung. Angebote von Leitungs- und Telefonieanbietern werden von MST eingeholt und geprüft.
Beteiligte
- Kunde
- Geschäftsführung entscheidet
- MST
- Architect erarbeitet, Technik prüft die Umsetzbarkeit
- Dritte
- Leitungs- und Telefonieanbieter, Elektriker
Ergebnis
Eine begründete Entscheidung und ein Plan, den alle Beteiligten kennen.
Unterlagen
03
Umsetzen
Was passiert
Aufbau der neuen Umgebung parallel zum laufenden Betrieb: Cluster, Segmentierung, WLAN, Standortanbindung. Testmigration einzelner Systeme, bevor etwas Produktives bewegt wird.
Umschaltung im vereinbarten Wartungsfenster, im Beispiel Freitag 18 Uhr bis Sonntag. Die Rückfallebene steht bereit, wird aber nicht gebraucht.
Die Standorte folgen nacheinander. Die alte Umgebung läuft noch zwei Wochen mit und wird dann kontrolliert abgeschaltet.
Beteiligte
- Kunde
- Ansprechpersonen für Tests und Freigaben
- MST
- Technik vor Ort, Architect steuert und entscheidet bei Abweichungen
- Dritte
- Elektriker für Verkabelung, Telefonieanbieter für die Portierung
Ergebnis
Die neue Infrastruktur läuft, die alte ist kontrolliert abgeschaltet, nichts ist verloren gegangen.
Unterlagen
04
Dokumentieren
Was passiert
Alles, was gebaut wurde, wird festgehalten: Netzplan, Adress- und Segmentplan, Geräteliste mit Konfigurationsstand, Verträge und Lizenzen mit Laufzeiten.
Zugänge werden im Passwortmanager des Kunden übergeben, nicht in einer Tabelle per Mail. Das Betriebshandbuch beschreibt den Notfallablauf so, dass ihn auch ein fremder Techniker ausführen kann.
Übergabegespräch mit der Geschäftsführung: Was ist entstanden, was ist zu tun, was kostet der Betrieb.
Beteiligte
- Kunde
- Geschäftsführung, Ansprechpersonen
- MST
- Architect, Technik
Ergebnis
Der Betrieb könnte den Dienstleister wechseln, ohne etwas zu verlieren. Genau das macht unabhängig.
Unterlagen
05
Betreiben
Was passiert
Monitoring aller Systeme mit Alarmierung, die jemanden erreicht. Geplante Wartungsfenster für Updates und vorbeugenden Austausch.
Regelmäßige Restore-Tests, dokumentiert. Jedes Quartal ein Bericht und ein Gespräch: Was war, was kommt, was sollte man entscheiden.
Änderungen fließen in die Dokumentation zurück. Sie bleibt aktuell, weil sie Teil des Betriebs ist und kein Projektabschluss.
Beteiligte
- Kunde
- eine Ansprechperson
- MST
- Technik im Betrieb, Architect im Quartalsgespräch
Ergebnis
Störungen werden erkannt, bevor sie im Betrieb ankommen. Investitionen werden geplant statt erlitten.
Unterlagen
Die Zielarchitektur
Das Blatt aus dem Konzept, wie es der Kunde bekommt: mit Zeichnungskopf, Legende und Revisionsstand. Es wird bei jeder Änderung fortgeschrieben.
Die Unterlagen
Acht Dokumente über die Projektlaufzeit, geordnet nach der Phase, in der sie entstehen. Jedes hat einen klaren Zweck und einen klaren Empfänger. Zwei davon sind als Auszug geöffnet, die übrigen lassen sich aufklappen.
01
Verstehen
Bestandsaufnahme
Ist-Zustand der Infrastruktur
Hält fest, was vorhanden ist, wer wofür zuständig ist und wo die Risiken liegen. Grundlage für jede weitere Entscheidung.
Bestandsaufnahme
Ist-Zustand der Infrastruktur
Hält fest, was vorhanden ist, wer wofür zuständig ist und wo die Risiken liegen. Grundlage für jede weitere Entscheidung.
- Empfänger
- Geschäftsführung, technische Ansprechpersonen
- Umfang
- 8 Abschnitte
Inhalt
- 01Auftrag und Umfang der Aufnahme
- 02Standorte und Technikräume
- 03Systeminventar: Netzwerk, Server, Storage, Arbeitsplätze, Peripherie
- 04Netzplan Ist
- 05Zuständigkeitsmatrix: welcher Dienstleister betreut was
- 06Verträge, Lizenzen und Laufzeiten
- 07Risikoliste mit Bewertung
- 08Anhang: Fotos, Konfigurationsauszüge
Assessment-Bericht
Infrastructure Assessment
Bewertet acht Bereiche der Infrastruktur, benennt Single Points of Failure und Abhängigkeiten und ordnet Maßnahmen auf einer Zeitachse.
Assessment-Bericht
Infrastructure Assessment
Bewertet acht Bereiche der Infrastruktur, benennt Single Points of Failure und Abhängigkeiten und ordnet Maßnahmen auf einer Zeitachse.
- Empfänger
- Geschäftsführung
- Umfang
- 6 Abschnitte
Inhalt
- 01Zusammenfassung auf einer Seite
- 02Befunde je Bewertungsbereich
- 03Single Points of Failure
- 04Hersteller- und Dienstleisterabhängigkeiten
- 05Priorisierte Roadmap: sofort, 3 Monate, 12 Monate, langfristig
- 06Anhang: Messwerte, Konfigurationsauszüge
Auszug aus den Befunden, Beispielwerte
| Bereich | Befund | Bewertung | Horizont |
|---|---|---|---|
| Backup | Sicherung läuft täglich, Wiederherstellung seit 3 Jahren nicht getestet | kritisch | sofort |
| Netzwerk | Produktion, Verwaltung und Gäste in einem Segment | hoch | 3 Monate |
| Server | Beide Hosts am Ende des Herstellersupports | hoch | 12 Monate |
| Zuständigkeit | Monitoring wird von keinem Dienstleister betreut | hoch | sofort |
02
Planen
Konzept
Zielarchitektur
Beschreibt, wie die Infrastruktur nach dem Projekt aussieht und warum. Jede Entscheidung ist begründet, jede Variante bewertet.
Konzept
Zielarchitektur
Beschreibt, wie die Infrastruktur nach dem Projekt aussieht und warum. Jede Entscheidung ist begründet, jede Variante bewertet.
- Empfänger
- Geschäftsführung, technische Ansprechpersonen, beteiligte Dienstleister
- Umfang
- 8 Abschnitte
Inhalt
- 01Anforderungen aus dem Betrieb
- 02Zielbild in einem Diagramm
- 03Netzkonzept: Segmente, Adresskonzept, Standortkopplung
- 04Server, Virtualisierung und Storage
- 05Backup- und Wiederanlaufkonzept mit Zielzeiten
- 06Sicherheitskonzept: Zugriffe, Fernwartung, Updates
- 07Varianten im Vergleich
- 08Empfehlung
Entscheidungsvorlage
Variantenvergleich und Empfehlung
Zwei Seiten für die Geschäftsführung: Was steht zur Wahl, was kostet es, was riskiert man womit. Dann eine klare Empfehlung.
Entscheidungsvorlage
Variantenvergleich und Empfehlung
Zwei Seiten für die Geschäftsführung: Was steht zur Wahl, was kostet es, was riskiert man womit. Dann eine klare Empfehlung.
- Empfänger
- Geschäftsführung
- Umfang
- 6 Abschnitte
Inhalt
- 01Ausgangslage in fünf Sätzen
- 02Variante A und Variante B
- 03Kostenrahmen: Investition und laufender Betrieb
- 04Risiken je Variante
- 05Empfehlung mit Begründung
- 06Nächste Schritte und Termine
Migrationsplan
Reihenfolge, Wartungsfenster, Rückfallebenen
Legt fest, was in welcher Reihenfolge passiert, wann der Betrieb eingeschränkt ist und wie jeder Schritt rückgängig gemacht werden kann.
Migrationsplan
Reihenfolge, Wartungsfenster, Rückfallebenen
Legt fest, was in welcher Reihenfolge passiert, wann der Betrieb eingeschränkt ist und wie jeder Schritt rückgängig gemacht werden kann.
- Empfänger
- Geschäftsführung, Ansprechpersonen, beteiligte Dienstleister
- Umfang
- 6 Abschnitte
Inhalt
- 01Phasen und Reihenfolge
- 02Wartungsfenster mit Dauer und Auswirkung
- 03Rückfallebene je Schritt
- 04Kommunikationsplan: wer wird wann informiert
- 05Abnahmekriterien
- 06Checklisten für die Umschaltung
03
Umsetzen
Änderungsprotokoll
Was wann geändert wurde
Jede Änderung an der Infrastruktur mit Datum, Grund und Ergebnis. Beantwortet später die Frage, warum etwas so ist, wie es ist.
Änderungsprotokoll
Was wann geändert wurde
Jede Änderung an der Infrastruktur mit Datum, Grund und Ergebnis. Beantwortet später die Frage, warum etwas so ist, wie es ist.
- Empfänger
- technische Ansprechpersonen
- Umfang
- 3 Abschnitte
Inhalt
- 01Laufende Liste: Datum, System, Änderung, Grund, Ergebnis
- 02Abweichungen vom Migrationsplan
- 03Offene Punkte
Abnahmeprotokoll
Getestet, nicht behauptet
Dokumentiert, dass die neue Umgebung tut, was vereinbart war. Restore und Failover werden vorgeführt, nicht versprochen.
Abnahmeprotokoll
Getestet, nicht behauptet
Dokumentiert, dass die neue Umgebung tut, was vereinbart war. Restore und Failover werden vorgeführt, nicht versprochen.
- Empfänger
- Geschäftsführung, technische Ansprechpersonen
- Umfang
- 5 Abschnitte
Inhalt
- 01Getestete Funktionen je Standort
- 02Restore-Test: System, Dauer, Ergebnis
- 03Failover-Test: Ausfall einer Leitung, eines Hosts
- 04Offene Punkte mit Verantwortlichem und Termin
- 05Abnahme durch den Kunden
04
Dokumentieren
Dokumentationsmappe
Dokumentation und Betriebshandbuch
Alles, was man braucht, um die Infrastruktur zu verstehen, zu betreiben und im Notfall zu handeln. Gehört dem Kunden.
Dokumentationsmappe
Dokumentation und Betriebshandbuch
Alles, was man braucht, um die Infrastruktur zu verstehen, zu betreiben und im Notfall zu handeln. Gehört dem Kunden.
- Empfänger
- Kunde; auf Wunsch jeder künftige Dienstleister
- Umfang
- 8 Abschnitte
Inhalt
- 01Netzplan Soll
- 02Adress- und Segmentplan
- 03Geräteliste mit Standort, Seriennummer, Konfigurationsstand
- 04Zugangsverzeichnis, übergeben im Passwortmanager des Kunden
- 05Verträge, Lizenzen, Laufzeiten, Ansprechpartner
- 06Betriebshandbuch: Notfallablauf, Wiederanlauf, Kontakte
- 07Wartungsplan
- 08Änderungshistorie
05
Betreiben
Quartalsbericht
Betrieb im Überblick
Vier Seiten pro Quartal: Was war, wie voll ist es, was sollte entschieden werden. Grundlage für das Quartalsgespräch.
Quartalsbericht
Betrieb im Überblick
Vier Seiten pro Quartal: Was war, wie voll ist es, was sollte entschieden werden. Grundlage für das Quartalsgespräch.
- Empfänger
- Geschäftsführung
- Umfang
- 6 Abschnitte
Inhalt
- 01Verfügbarkeit und Störungen
- 02Kapazität: Speicher, Rechenleistung, Netz
- 03Sicherung und Restore-Tests
- 04Updates und Sicherheit
- 05Empfehlungen
- 06Roadmap-Update
Auszug Kapazität, Beispielwerte
| Ressource | Belegung | Trend | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Storage Cluster | 62 % | +4 % pro Quartal | Erweiterung in 12 Monaten planen |
| Sicherung außer Haus | 48 % | stabil | keine |
| Arbeitsspeicher Cluster | 71 % | +2 % pro Quartal | beobachten |
| Leitung Hauptstandort | 35 % Spitze | stabil | keine |
Was der Kunde am Ende in der Hand hat
- Eine Infrastruktur, die dokumentiert ist und deren Wiederherstellung getestet wurde.
- Eine Zielarchitektur mit begründeten Entscheidungen, nicht mit Produktnamen.
- Zugänge, Verträge und Pläne im eigenen Besitz, unabhängig vom Dienstleister.
- Eine Stelle, die für das Ganze verantwortlich ist, und einen Quartalsbericht, der zeigt, dass es so bleibt.