Rechtsanwaltskanzlei · 3 Arbeitsplätze, Arbeit von überall
Infrastruktur im Rechenzentrum, Arbeit von überall
Ein Anwalt und zwei Sekretariatsplätze, die von überall arbeiten müssen, und Kanzleiräume ohne Platz für Server. Die gesamte Infrastruktur läuft deshalb in einem Rechenzentrum, gearbeitet wird auf einem Terminal-Server. Die Kanzleisoftware bleibt beim Hersteller, MST verantwortet alles darunter.
Anonymisierte Darstellung: Der Betrieb wird nicht genannt, der Ort nur als Bundesland, der Zeitpunkt gar nicht. Größere Mengenangaben sind gerundet, Hersteller der Fachsysteme bleiben ungenannt. Technischer Aufbau, Ablauf und Ergebnis sind unverändert wiedergegeben.
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- virtuell, vorgeschaltet
- angebunden, MFA
- verschlüsselt
- definiert, protokolliert
Ausgangslage
Eine Rechtsanwaltskanzlei mit einem Anwalt und zwei Sekretariatsarbeitsplätzen. Gearbeitet wird aus der Kanzlei, aus dem Homeoffice und unterwegs, und zwar mit demselben Arbeitsplatz und denselben Daten.
In den Kanzleiräumen gibt es keine Möglichkeit für Serverinfrastruktur: keinen Serverraum, keine Kühlung, keine Absicherung. Gleichzeitig unterliegen Mandantendaten der anwaltlichen Verschwiegenheit. Zugriffe, Sicherung und Betrieb müssen das technisch abbilden.
Technische Herausforderung
Ein einzelner gemieteter Server wäre einfacher gewesen. Ein Ausfall hätte die Kanzlei aber komplett stillgelegt, und Fristen laufen weiter.
Der Terminal-Server ist der Arbeitsplatz. Er braucht die Kanzleisoftware, Microsoft 365 sowie Drucken und Scannen aus der Kanzlei, ohne dass alles über einen einzigen Rechner läuft.
Die Kanzleisoftware wird vom Hersteller betreut. Updates und Support müssen weiter über ihn laufen, ohne dass er Zugriff auf alles bekommt.
Randbedingungen und Abhängigkeiten
- Keine Hardware in der Kanzlei außer Arbeitsplätzen, Drucker und Netzwerkanschluss
- Daten bleiben unter Kontrolle der Kanzlei, die Sicherung ist verschlüsselt
- Infrastruktur in einem Rechenzentrum, nicht in den Kanzleiräumen
- Microsoft 365 für E-Mail und Zusammenarbeit bleibt, wird abgesichert und an die Domäne angebunden
Architektur und Lösungsbausteine
Kern ist ein hochverfügbarer Virtualisierungs-Cluster in einem Rechenzentrum. Davor liegt eine Firewall als virtuelle Maschine, Management, Server und Zugriffe liegen in getrennten Netzen. Fällt ein Host aus, läuft der Betrieb weiter.
Jede Aufgabe hat ihre eigene virtuelle Maschine: ein Domänencontroller für Identitäten und Richtlinien, ein Terminal-Server als Arbeitsplatz für alle drei Personen, die Kanzleisoftware mit Anwendung und Datenbank, eine Maschine für Dienste wie den Passwortmanager und eine für das Monitoring. Der Hersteller der Kanzleisoftware erreicht ausschließlich seine eigene Maschine, über einen definierten und protokollierten Zugang.
Der Zugriff von überall läuft über einen verschlüsselten Tunnel auf den Terminal-Server, kein Server ist direkt aus dem Internet erreichbar. Microsoft 365 ist für E-Mail, Kalender und Identitäten angebunden, mit Mehrfaktor-Anmeldung. Alle virtuellen Maschinen werden regelmäßig und verschlüsselt gesichert, Endpoint-Security läuft auf Servern und Arbeitsplätzen.
- Hochverfügbarer Cluster
- Virtualisierungs-Cluster im Rechenzentrum; der Ausfall eines Hosts unterbricht den Betrieb nicht.
- Firewall als virtuelle Maschine
- Vor allen Diensten, mit getrennten Netzen für Management, Server und Zugriffe.
- Domänencontroller
- Identitäten und Richtlinien für alle Arbeitsplätze und Dienste.
- Terminal-Server als Arbeitsplatz
- Ein Arbeitsplatz für alle drei Personen, erreichbar über einen verschlüsselten Tunnel aus der Kanzlei, dem Homeoffice und unterwegs.
- Kanzleisoftware auf eigener Maschine
- Anwendung und Datenbank getrennt vom Rest; der Hersteller erhält einen definierten, protokollierten Zugang.
- Dienste und Monitoring
- Passwortmanager und weitere Werkzeuge auf einer eigenen Maschine, das Monitoring auf einer weiteren.
- Microsoft 365 mit Mehrfaktor-Anmeldung
- E-Mail, Kalender und Identitäten, abgesichert und an die Domäne angebunden.
- Sicherung und Endpoint-Security
- Alle virtuellen Maschinen werden regelmäßig und verschlüsselt gesichert; Endpoint-Security läuft auf Servern und Arbeitsplätzen.
Verantwortungsumfang von MST
- Hosting-Umgebung und hochverfügbarer Virtualisierungs-Cluster im Rechenzentrum
- Firewall und getrennte Netze für Management, Server und Zugriffe
- Alle virtuellen Maschinen und die Zugriffe aus Kanzlei, Homeoffice und unterwegs
- Sicherung, Monitoring und Endpoint-Security auf Servern und Arbeitsplätzen
- Einrichtung und Dokumentation des Herstellerzugangs zur Kanzleisoftware
- Laufender Betrieb der gesamten Infrastruktur
Umsetzung und Migration
Die Umgebung im Rechenzentrum wurde parallel zum laufenden Betrieb aufgebaut: Cluster, Firewall, Netze, virtuelle Maschinen, Sicherung und Monitoring standen, bevor die Kanzlei umgestiegen ist. Die Kanzleisoftware wurde gemeinsam mit dem Hersteller auf ihre eigene Maschine übernommen, der Herstellerzugang eingerichtet und dokumentiert.
Danach wurden die drei Arbeitsplätze umgestellt: Anmeldung am Terminal-Server, Drucken und Scannen weiterhin über die Kanzlei. Zur Übergabe gehört die Dokumentation mit Plan, Zugängen, Verantwortlichkeiten und Wiederanlaufreihenfolge.
Ergebnis
Die Kanzlei arbeitet von überall mit demselben Arbeitsplatz. Der Ausfall eines Hosts unterbricht den Betrieb nicht.
Kein Serverraum, keine Hardware-Wartung in der Kanzlei, keine Abhängigkeit von einem einzelnen Rechner.
Mandantendaten liegen auf eigener Infrastruktur, sind verschlüsselt gesichert, Zugriffe sind nachvollziehbar.
Ein Verantwortlicher für die gesamte Infrastruktur; der Software-Hersteller bleibt für seine Anwendung zuständig.
Beteiligte Lösungen
Nach der Umsetzung übernehmen wir Infrastrukturen auf Wunsch in den standardisierten Betrieb.