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Hotellerie und Gastronomie · Haupthaus und mehrere Nebengebäude · Tirol

Aus einem Flachnetz wurde eine segmentierte Architektur

Ein über Jahre gewachsenes Netz mit zwei Bereichen wurde durch eine segmentierte Architektur mit dreizehn Netzen und neu geplanter Adressierung ersetzt. Der Umbau lief in einer Zwischensaison, die Eröffnung war der fixe Termin.

Anonymisierte Darstellung: Der Betrieb wird nicht genannt, der Ort nur als Bundesland, der Zeitpunkt gar nicht. Größere Mengenangaben sind gerundet, Hersteller der Fachsysteme bleiben ungenannt. Technischer Aufbau, Ablauf und Ergebnis sind unverändert wiedergegeben.

Netze vorher
2
Netzsegmente danach
13
Switches
rund 40
Access Points
über 50
Kameras
rund 30
WLAN-Nutzergruppen
3
Umbaufenster
Zwischensaison
Effektive Ausfallzeit
rund 2 Tage

Ausgangslage

Der Betrieb lief über zwei Netze: eines für alles Interne, eines für Gäste. Diese Aufteilung stammte aus einer Zeit, in der das Haus deutlich weniger Technik hatte, und war über Jahre mitgewachsen.

Mit jedem neuen System kamen Geräte dazu: Kassen, Kartenterminals, Kameras, Schankanlagen, Lichtsteuerung, Musik. Alles landete im selben internen Netz. Die verfügbaren Adressen wurden knapp, und weil mehrere Dienstleister unabhängig voneinander Adressen vergaben, kam es immer wieder zu Konflikten zwischen Geräten.

Technische Herausforderung

Ein Saisonbetrieb hat keinen verschiebbaren Termin. Die gesamte Infrastruktur musste zur Eröffnung der Wintersaison laufen, vollständig und ohne Nacharbeiten im laufenden Gästebetrieb.

Gleichzeitig durfte die neue Struktur keine Altlasten übernehmen. Eine Segmentierung auf Basis der alten Adressierung hätte dieselben Konflikte in neuer Form fortgeschrieben.

Randbedingungen und Abhängigkeiten

  • Fixer Eröffnungstermin zur Wintersaison, kein Ausweichdatum
  • Umbaufenster zwischen zwei Saisonen, rund sieben Monate
  • Mehrere Fachfirmen für Kassensystem, Gebäudetechnik und Schankanlagen mussten parallel arbeiten
  • Zahlungsverkehr muss auch bei einer Störung der Internetanbindung funktionieren

Architektur und Lösungsbausteine

Die Adressierung wurde vollständig neu geplant, statt die bestehende zu erweitern. Dadurch gibt es keine historisch gewachsenen Bereiche mehr, die sich niemand mehr erklären kann.

Das Netz ist heute in dreizehn Segmente nach Funktion getrennt: Management, Büro, Kassa und mobile Bestellgeräte, IoT, Personal, Kreditkartenterminals, Gäste, Hotelgäste, VPN, Musik, Internetradio, Lichtsteuerung und Schankanlagen. Ein Fehler oder ein kompromittiertes Gerät bleibt damit in seinem Bereich.

Die Adressvergabe läuft ausschließlich über MST und ist lückenlos dokumentiert. Das ist der eigentliche Grund, warum es seit dem Umbau keine Konflikte mehr gibt: nicht die Technik allein, sondern die geregelte Zuständigkeit dahinter.

Hochverfügbarer Übergang
Firewall und Router wurden gegen ein hochverfügbares System getauscht, das den zentralen Übergang nach außen absichert.
Dreizehn Netzsegmente
Trennung nach Funktion statt nach Zufall, mit definierten Übergängen zwischen den Bereichen.
Neues Adresskonzept
Von Grund auf geplant, ohne Übernahme alter Bereiche, dokumentiert und zentral gepflegt.
Zahlungsverkehr mit Rückfallebene
Kartenterminals in einem eigenen Segment, mit Mobilfunk als Rückfallebene bei Störung der Leitung.
WLAN für drei Nutzergruppen
Getrennte Netze für Gäste, Hotelgäste und Personal, mit über fünfzig Access Points im Haupthaus.
Videoüberwachung im eigenen Segment
Rund dreißig Kameras ohne Weg ins Betriebsnetz, mit geregeltem Zugriff auf die Aufzeichnung.
Gebäudetechnik getrennt
Lichtsteuerung, Schankanlagen, Musik und weitere Sensorik jeweils in eigenen Segmenten.
Dokumentation als Betriebsmittel
Netzplan, Segmente und Adressvergabe werden laufend gepflegt und bleiben beim Betrieb.
Netzplan Soll eines Hotel- und GastronomiebetriebsInternet über einen hochverfügbaren Firewall- und Router-Verbund auf einen Core-Switch, darunter rund vierzig Access-Switches im Haupthaus. Angeschlossen sind über fünfzig Access Points, rund dreißig Kameras, Kassa mit mobilen Bestellgeräten, Büroarbeitsplätze, Gebäudetechnik, Musik und Internetradio sowie Kartenterminals mit Mobilfunk-Rückfallebene. Mehrere Mitarbeiterhäuser sind per Trunk angebunden. Das Netz ist in dreizehn Segmente getrennt.InternetFirewall & Routerhochverfügbar, PaarCore-SwitchRouting zwischen SegmentenAccess-Switchesrund 40, HaupthausMitarbeiterhäusermehrere GebäudeSwitching und WLAN je Gebäude,angebunden in den FolgejahrenAnbindungAccess Pointsüber 50Kamerasrund 30BüroVerwaltungKassaBestellgeräteGebäudetechnikLicht, Schank, IoTMusik & RadioKartenterminalsMobilfunkRückfallebene13 Segmente, getrennt nach FunktionManagementBüroKassa & BestellgeräteKartenterminalsPersonalIoTLichtsteuerungGästeHotelgästeVPNMusikInternetradioSchankanlagenLegendeKupfer / LANTrunkMobilfunk-RückfallMSTNetzplan SollProjektHotellerie & GastronomieRev.1.0Blatt1 von 1GezeichnetManuel Schöller TechnicsStandanonymisiert
Anonymisierte Topologie: aus zwei Netzen wurden dreizehn Segmente.

Verantwortungsumfang von MST

  • Bestandsaufnahme der gewachsenen Infrastruktur und Erstgespräche mit dem Betrieb
  • Architektur und Planung des neuen Netzes samt Adresskonzept
  • Umsetzung vor Ort, von der Aktivtechnik bis zur Inbetriebnahme
  • Koordination der übrigen Dienstleister auf den gemeinsamen Termin
  • Vollständige Dokumentation und laufende Adressvergabe

Umsetzung und Migration

Der Umbau lief in der Zwischensaison, vom Frühjahr bis zur Eröffnung der Wintersaison. Die Arbeiten waren so getaktet, dass die anderen Fachfirmen ihre Systeme jeweils auf das bereits fertige Segment aufsetzen konnten.

Die effektive Ausfallzeit über den gesamten Umbau betrug rund zwei Tage. In den Folgejahren wurden zusätzlich die Mitarbeiterhäuser umgebaut und an die Architektur angebunden.

Ergebnis

Seit der Umstellung gibt es keine Adresskonflikte mehr und keine Beschwerden von Gästen über das WLAN.

Die Koordination zwischen den beteiligten Dienstleistern läuft über MST. Für den Betrieb heißt das: eine Stelle, die den Überblick über die gesamte Technik hat, statt vier Ansprechpartner mit je einem Ausschnitt.

Die Architektur trägt seither jede Erweiterung. Die Nebengebäude wurden ohne Eingriff in das bestehende Konzept angebunden.

Beteiligte Lösungen

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Nach der Umsetzung übernehmen wir Infrastrukturen auf Wunsch in den standardisierten Betrieb.